our story

Die Gründung

Nachdem 2017 eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Leistungen auf diesem Gebiet, die stark erweiterte 2. Auflage des Handbuchs der völkischen Wissenschaften (HVW) veröffentlicht wurde, sollte zur Premiere eine wissenschaftliche Tagung stattfinden. Als einer der drei Herausgeber mitteilte, dass deren erwartete Finanzierung auszufallen drohe, brachten verschiedene Spender aus dem Umfeld unseres heutigen Vereins die notwendigen Mittel auf. Einer von Ihnen, Julien Reitzenstein, war so beeindruckt von den Leistungen der drei Herausgeber – Michael Fahlbusch, Ingo Haar und Alexander Pinwinkler – dass er vorschlug, einen Trägerverein zu gründen. Dieser sollte Folgetagungen zu den Völkischen Wissenschaften finanzieren, aber auch Veranstaltungen anderer Wissenschaftler. Während sich Herausgeber des HVW auf die wissenschaftlichen Inhalte konzentrierten, kümmerten sich andere um die Beschaffung der Mittel. Spendenzusagen kamen aus dem Mittelstand, aber auch von Kleinunternehmen und Veranstaltungsexperten, denen wichtig war, völkische Narrative besser zu erforschen. So wurde 2018 Geschichte und Zukunft e.V. gegründet. Michael Fahlbusch und Julien Reitzenstein wurden stellvertretende Vorsitzende.

Die 2. und 3. Jahrestagung

Die Tagungen 2018 und 2019 waren ein großer Erfolg. Die Teilnehmer lobten nicht nur die hohe Qualität des inhaltlich von Michael Fahlbusch geprägten Programms, sondern auch die der Organisation und Versorgung. Dazu zählte auch das hochwertige Catering und die Finanzierung der Unterbringung und der Reisekosten eingeladener Referenten. Wir sehen eine solche Finanzierung der Kosten der Referenten als Wertschätzung von deren wissenschaftlicher Exzellenz. 

Zwischenbilanz

Im Jahre 2019 standen drei durchfinanzierte Tagungen auf der Erfolgsliste, sowie eine gute Resonanz bezüglich Qualität und Organisation aus der Wissenschaft. Dabei ging es im Kern um die aus dem Handbuch der Völkischen Wissenschaften hervorgegangenen Themen und die Förderung der Sichtbarkeit von deren Herausgebern in der Wissenschaftswelt. Die Ergebnisse der Tagungen wurden im Sommer 2020 unter dem Titel „Völkische Wissenschaften: Ursprünge, Ideologien und Nachwirkungen“ vom vormaligen Mitglied von Geschichte und Zukunft e.V., Julien Reitzenstein in dessen Auftrag herausgegeben.

Seine Co-Herausgeber bilden die Gründungsgeschichte des Projekts Geschichte & Zukunft ab: Die Gründungsvorsitzende Anja Lobenstein-Reichmann wirkt als Professorin an der Akademie in Göttingen, der Universität Prag und der Universität Heidelberg. Der Gründungs-Co-Vorsitzende Michael Fahlbusch (Universität Bern) war der Hauptherausgeber des Handbuchs der Völkischen Wissenschaften und einer der weltweit besten Kenner dieses Wissenschaftsgebietes. Ingo Haar fungierte als sein Co-Herausgeber; er lehrt seit vielen Jahren an der Changchung University im östlichen China.

Die Zukunft

Die auf drei Tagungen finanzierte Veranstaltungsreihe zu den Völkischen Wissenschaften war zu erfolgreich, um sie danach einzustellen. Sie wird daher weiter stattfinden, der Rahmen und die Trägerschaft erweitert. Nach der Pilotphase wandten sich einige Mitglieder neuen Horizonten zu – teils aufgrund Emeritierung, teils aufgrund neuer Projekte, teils aufgrund anderer wissenschaftlicher Ausrichtung, etc. – weshalb in diesem Zuge das Projekt gleich entsprechend umgestaltet wurde.

Der bisherige Trägerverein Geschichte und Zukunft e.V. erhielt einen Interimsvorstand aus Nichtwissenschaftlern, der die bisherigen Aktivitäten des Vereins auswertet. Parallel wird die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe mit den unten erläuterten Projektpartnern weiterentwickelt, nebst einer begleitenden Buchreihe.

Die Tagungsreihe wird fortgesetzt. Die 4. Jahrestagung 2020 wird pandemiebedingt auf den 11. März 2021 verschoben. Sie findet im Schloss Mickeln statt, dem Gästehaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt zum Thema „Von völkischem Aufbruch zu mörderischer Politik. Die völkischen Ursprünge nationalsozialistischer Ideologie.“

Die regulär stattfindende 5. Jahrestagung findet unmittelbar anschließend am 12. März 2021 in Schloss Micklen statt zum Thema: „Die Re-Education und Re-Orientation im besetzten Deutschland 1945 bis 1955. Der Stellenwert der völkischen Ideologien für die Alliierten, die deutschen Länder und die Bundesregierung.“ Das Haupt-Panel wird sich mit dem Wirken von Ernst Cramer auseinandersetzen. Projektpartner wird – neben anderen – wieder die Konrad Adenauer Stiftung. Die Moderation des Hauptpanels und der Podiumsdiskussion übernimmt wieder Sven Felix Kellerhoff (Die WELT).

Doch nicht nur die internationale wissenschaftliche Tagungsreihe wird weitergeführt und dabei erweitert – um den Kern der völkischen Ideologie werden auch Forschungen zu weiteren Ideologien und ihren Folgen präsentiert.

Hinzu kommen Einzelveranstaltungen für ein breiteres Publikum zu Ideologien und deren Folgen. Ein Schwerpunkt wird die Dechiffrierung völkischer und nationalistischer Narrative durch ausgewiesene Experten aus der Wissenschaft sein.

Zudem wird die Schriftenreihe „Ideologie, Wissenschaft und Politik“ im Verlag Walter de Gruyter herausgegeben, die diese Forschungsergebnisse präsentiert, aber auch ihre Nutzbarmachung für aktuelle politische Debatten.